Über den Wolken…

Als Flugphobikerin und als nicht gerade kleingeratener Mensch war die Anreise eine echte Herausforderung. 3 große Kreuze machen wir in den Kalender, dass wir diese Strapazen gut überstanden haben. 3 Starts, 3 Landungen und ziemlich genau 24 Stunden Reise mit einer Beinfreiheit, wie in einem Billy-Regal, liegen seit gestern hinter uns. Für einen 2-Wochen-Aufenthalt tut man sich das nicht an.Um 3.00 Uhr das Haus zu verlassen ist kein Spaß, die Reise zu beginnen und bereits 16 Stunden wach zu sein, schien vorher eine gute Idee zu sein, stellte sich aber im Laufe des Trips als weniger klug heraus – am Ende waren es 44 Stunden ohne richtigen Schlaf. Bis Madrid war alles todo bien. Wer in Madrid schon mal gelandet ist muss aber einfach bestätigen, dass es kaum unübersichtlicher geht. Der schlimmste Flughafen bisher. Statt die 1,5 h Aufenthalt zum Mittagessen zu nutzen, suchten wir Gate S4 auf…
Das es nicht nur einfach werden wird, wurde klar, als die Stewardessen die Frage „sin carne y leche“ sehr frei interpretierten – man kann ja auch einfach um den Schinken herum essen. Allerdings gab es auch eine Magierin, die Veganern einen Obstsalat auf 9000 Meter zauberte.In Panama, dem Flughafen mit dem wohl chaotischsten Bodenpersonal (das unser Gepäck nach den Tetrisspielen der sehr wirr agierenden Panamanesen, den Weg nach San Jose gefunden hat grenzt beim Versand-Lurch-Karma an ein Wunder), freuten wir uns noch über den reibungslosen Flug ohne Turbulenzen  – zielsicherer konnten wir unser erstes Abenteuer nicht herauf beschwören. Die letzte Etappe wurde zur längsten halben Stunde des Lebens mit Luftlöchern so groß wie dem Dom.

In San Jose war das Gehirn nur noch in Watte gepackt, die Synapsen längst im Bett und wir wurden in die Nacht vor dem Flughafen gespült. Während Karo es geschafft hat sich dem Strudel zu entziehen, waren dem Lurchi mindestens 3 Taxi-Agenten auf der Spur und redeten wild auf ihn ein. Taxi! Senor Taxi!

Gut das Karo recherchiert hatte, dass die offiziellen Taxis rot sind und eine Lizenznummer haben. Im völligen Tran wurden wir in ein rotes Taxi buxiert und die letzte Etappe konnte losgehen. Stoßdämpfer hatte das Taxi nicht abbekommen. Die Straßen sind in einem Zustand, da fängt man an die Straßen in Köln bedingungslos zu lieben. Schlaglöcher so groß wie Autos, Bäume wachsen nicht zwingend am Rand und Abgase die so schwarz sind wie bei verbrannten Reifen. Eine Fahrt über eine Art Autobahn ins Zentrum durch Straßenzüge, die nicht wirklich vertrauenerweckend waren. Bis zuletzt blieben Zweifel an der Aufrichtigkeit des Fahrers, auch wenn er eigentlich sympathischen war – vielleicht lag es daran dass er Bayern-Fan war. Beim dritten Anlauf hatte er endlich die richtige Adresse und wir unser Hotel vor Augen.

Comidas! Vinos! Bano! Cama!