cabinas arelago

Vorgestern war der perfekte Sonntag! Wir hatten zum ersten Mal schlechtes und winterliches Wetter (bewöltker Himel, 20 Grad und vereinzelter Nieselregen) – und hatten vor den ganzen Tag auf dem Grundstück unserer Cabina herumzulungern. Als wir dann die Augen öffneten, das wunderherrlich schlechte Wetter von unserem Panoramablick sahen, beglückwünschten wir uns natürlich ausgiebigst für dieses hervorragende Vorhaben und meldeten uns dann pünktlich um acht Uhr (ausgeschlafen!) bei Erika an um ein ausgedehntes Frühstück zu uns zu nehmen.
Während der Lorca also den letzten Blogeintrag verfasst, kümmere ich mich um das nächste Ausflugsziel und recherchiere, wie wir hinkommen. Es stellt sich also heraus, dass der Online-Redakteur schreibt und die Projektmanagerin die Organisation übernimmt, welch Überraschung…
Während des Sonntags kommen wir zu dem dem Schluss, dass wir ziemlich oft von Taxifahrern übers Ohr gehauen worden sind. Der Ratschlag ganz dringend ein offizielles Taxi zu nehmen und darauf zu bestehen, dass das Taximeter (hier „liebevoll“ María genannt) auch läuft, schien uns sicher – bis wir bei der letzten Fahrt zu unserer Cabina 6 km mit ca. 35 km/h hinter uns brachten. Das scheinbar angeschaltete, aber kaputte Taximeter war selbstverständlich auch schon unter den Tricks der Fahrer. Die Empfehlung von Erika am ersten Abend unbedingt vor der Fahrt den Preis zu verhandelt und dann erst einzusteigen, scheint uns nach diesen Erfahrungen die beste Möglichkeit – und tatsächlich hat dies sehr gut funktioniert, da wir inzwischen auch besser abschätzen können, wie teuer die Entfernungen werden. Als nächsten Schritt haben wir diese Vorgehen noch weiter perfektioniert – da wir wissen, dass die Ticos einen besseren Preis bekommen, bitten wir einen Einheimischen darum uns telefonisch ein Taxi zu rufen und dabei nach dem Preis zu fragen – das hat bis jetzt tatsächlich mit die günstigste Fahrt für uns gebracht. Das wird unser neuer Masterplan.

Nachdem wir lückenlos vom Frühstück in den Spätnachmittag übergegangen sind, müssen wir uns einfach das erste costaricanische Bier gönnen „Imperial“ – die Firma, die es herstellt, ist vermutlich von einem Deutschen gegründet wurden. Das erzählt uns zumindest Peter. Das Etikett und der Geschmack scheinen diese These zu bestätigen. Schwarz, Rot, Gold und ein Greifvogel, der recht stark an unseren Bundesadler erinnert. Allerdings ist es uns ziemlich egal, es ist kalt und schmeckt.

An unserem ersten Abend hatten wir ein nettes Gespräch mit Erika, unter anderem sagte sie uns bereits, dass wir in den Nationalparks nicht unbedingt viele Tiere zu Gesicht bekommen werden, da diese natürlich nicht dumm sind und die Hauptverkehrsrouten des Menschens meiden. Bis heute hatte sie damit auch Recht, wir haben in den Parks nicht viele Tiere gesehen, dafür natürlich atemberaubende Flora!
Dafür werden wir um so mehr auf dem Grundstück der Cabinas belohnt. Von den vielen Kolibris haben wir ja bereits berichtet, auch konnten wir uns schon ein paar schlafend im Baum hängende Faultiere anschauen, die sich netterweise auch ein ganz klein wenig für uns bewegt haben. Wir sind auch von einem ohrenbetörenden Lärm aus den Cabinas gelockt wurden, um dann festzustellen, dass sich in nächster Nähe gerade drei Brüllaffen befanden und sich scheinbar einen Spaß daraus machten, die völlig durchdrehenden Eigentümer-Hunde zu ignorieren. Das absolute Highlight war allerdings der Puma! der lief ca. 20 m an unsererem Fenster vorbei – wir natürlich aufgesprungen, Kamera gesucht, aber leider haben wir ihn nicht erwischt. Selbst Erika war vollauf begeistert, und stürmte an die Stelle wo wir die Mietzekatze als letztes sahen – das haben wir uns allerdings nur aus sicherer Entfernung angeschaut…