Tag 12, die letzte große Etappe nach Potsdam

Geografie kundigen Lesenden ist es vermutlich aufgefallen, Brandenburg an der Havel ist nicht sehr weit weg von Berlin. Wir haben es tatsächlich geschafft, ein wenig zu früh und zu nah an Berlin zu sein. Unser Zimmer zur Hochzeit in Großbeeren steht erst ab Freitag bereit.

Wir überlegen gar nicht all zu lang, das nächste Ziel soll Potsdam werden! Und da wir verrückt sind und scheinbar immer noch nicht genug haben, wählen wir den 50 km Weg an der Havel entlang, statt 30 km einmal direkt.

Wir lassen uns ausreichend Zeit am Morgen, und sind zum wiederholten Male verwundert, das alles in die Taschen reinpasst. So verteilt auf sämtliche freie Flächen eines Zimmers, sieht es nämlich ziemlich viel aus!

Der „Wetter-Lurch“ warnt vor Regen und die ungeduldige Karo pfeift drauf und drängelt – also kommt was kommen musste, nach 20 Minuten Fahrt warten wir unter Bäumen den Regenschauer ab. Und weitere 20 Minuten warten wir das zweite Mal.

Wir bleiben trocken doch es kühlt stark ab und wir packen uns ein. Der Weg entlang der Havel ist schön und entlohnt uns sehr. Was wir bei der Route nicht ganz bedacht haben sind ein paar Steigungen. Mein Gott sind wir fit geworden. Aus der Symphonie der Vernichtung wurde ein Halali des Spotts.

Entlang an Auen, Seen und der Havel gibt es auf dem Weg nur eine Herausforderung: der Poppes. Es freut uns einerseits sehr dass wir ab jetzt nur noch kurze Etappen machen, andererseits wird uns der Wind an der Nase und das tolle Gefühl am Ende der Etappen fehlen. Mal sehen ob wir die Abstinenz durchhalten.

Jetzt aber erstmal Sightseeing in Potsdams Schlosspark. Meine Fresse was ein Anwesen. 4 km vom neuen Palais zum Schloss, ein unglaublicher Park mit Verzweigungen einer Orangerie, Fasanerie, Gästeschloss Brunnen, Statuen so weit das Auge reicht. Beschreiben kann man die Anlage kaum, Bilder sprechen mehr als 1000 Worte…